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-> Was ändert sich 2010?
Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung, Wachstumsbeschleunigungsgesetz – zwei lange Namen für einen einfachen Sachverhalt: Ab dem 1. Januar 2010 werden Bürgerinnen und Bürger unter anderem durch diese beiden Gesetze steuerlich entlastet. Das Bundesministerium für Finanzen informiert hier über die steuerlichen Änderungen in 2010

-> Abgabefrist Steuererklärung
Wann muss ich spätestens meine Steuererklärung abgeben. Wie viel Zeit habe ich noch bis zur Verjährung?
-> Wiedereinsetzung bei fehlender Kenntnis vom Bestehen einer Frist für die Antragsveranlagung
Was ist, wenn man die 2 Jahresfrist für seinen Lohnsteuerjahresausgleich verpasst hat?
Entlastungsbetrag für Alleinerziehende bei annähernd gleicher Aufnahme des Kindes in die getrennten Haushalte beider Elternteile
FredK, Friday 30 July 2010 - 16:40:43 // comment: 0

BFH, Urt. v. 28.04.2010, III R 79/08

1. Auch wenn mehrere Steuerpflichtige die Voraussetzungen für den Abzug des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende erfül­len, kann wegen desselben Kindes für denselben Monat nur einer der Berechtigten den Entlastungsbetrag abziehen.


2. Ist ein Kind annähernd gleichwertig in die beiden Haushalte seiner allein stehenden Eltern aufgenommen, können die Eltern - unabhängig davon, an welchen Berechtigten das Kindergeld ausgezahlt wird - untereinander bestimmen, wem der Entlas­tungsbetrag zustehen soll, es sei denn, einer der Berechtigten hat bei seiner Veranlagung oder durch Vorlage einer Lohnsteu­erkarte mit der Steuerklasse II bei seinem Arbeitgeber (§ 38b Satz 2 Nr. 2 EStG) den Entlastungsbetrag bereits in Anspruch genommen.

3. Treffen die Eltern keine Bestimmung über die Zuordnung des Entlastungsbetrags, steht er demjenigen zu, an den das Kinder­geld ausgezahlt wird.


Hält sich ein Kind in annähernd gleichem Umfang in den Haushalten seiner getrennt lebenden Eltern auf, kann nach Auffassung der Finanzverwaltung nur derjenige Elternteil den Entlastungsbetrag abziehen, dem das Kindergeld ausgezahlt wird. Der BFH entschied dagegen, dass die alleinerziehenden Eltern einvernehmlich bestimmen können, wer den Entlastungsbetrag geltend macht, es sei denn, ein Elternteil hat bei seiner Einkommensteuerfestsetzung oder durch Vorlage einer Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse II bei seinem Arbeitgeber den Entlastungsbetrag bereits in Anspruch genommen. Nur wenn die Eltern sich nicht einigen können oder keine Bestimmung treffen, steht der Entlastungsbetrag demjenigen Elternteil zu, der das Kindergeld erhält.


Arbeitszimmer - Abzugseinschränkung ist verfassungswidrig (BVerfG)
FredK, Friday 30 July 2010 - 15:05:27 // comment: 0

Das BVerfG hat entschieden, dass die gesetzlichen Regelungen zur Abzugseinschränkung für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer in der seit 2007 geltenden Fassung mit dem Grundgesetz unvereinbar sind, soweit das Abzugsverbot Aufwendungen auch dann umfasst, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (BVerfG, Beschluss v. 6.7.2010 - 2 BvL 13/09; veröffentlicht am 29.7.2010).


Popcorn & Co
FredK, Friday 09 April 2010 - 15:40:29 // comment: 0

Als Konsequenz aus den BFH-Beschlüssen vom 15. Oktober 2009 - XI R 6/08 - und - XI R 37/08 - sowie vom 27. Oktober 2009 - V R 3/07 - und - V R 35/08 - hat das BMF mit Schreiben vom 29.03.2010 - IV D 2 - S 7100/07/10050 jetzt reagiert. Der Bundesfinanzhof hatte die genannten Verfahren ausgesetzt und dem Europäischen Gerichtshof ein Vorabentscheidungsersuchen zur Auslegung des Gemeinschaftsrechts im Zusammenhang mit der Abgrenzung von Lieferungen und sonstigen Leistungen bei der Abgabe von Speisen und Getränken vorgelegt.

Worum geht es dabei?
Die Finanzverwaltung geht davon aus, dass die Abgabe von Speisen und Getränken dann als eine sonstige Leistung anzusehen ist, wenn der abgebende Unternehmer Einrichtungen zum Verzehr der Speisen und Getränke vorhält. Diese Frage beschäftigt die Gerichte wohl schon seit zig Jahren. Hier war der Streit mit Kinobetreibern entbrannt. Die Kinobetreiber sind der Auffassung, dass die Abgabe von Popcorn und Cola ein Verkauf von Lebensmittel sei, der mit 7% USt zu besteuern sei. Die Finanzverwaltung hingegen sieht darin jedoch eine sonstige Leistung, da schließlich die Kinobesucher sich zum Verzehr ins Kino hinsetzen können. Somit kämen 19% USt zur Anwendung.

Mit Hinblick auf das Verfahren beim EUGH hat das BMF in seinem Schreiben jetzt festgelegt, dass die Bestuhlung in Kinos, Sporthallen und Stadien nicht als Verzehreinrichtung anzusehen ist, sofern keine zusätzlichen Vorrichtungen vorhanden sind, die den bestimmungsgemäßen Verzehr der Speisen und Getränke an Ort und Stelle ermöglichen. Getränkehalter, die das bloße Abstellen eines Getränks ermöglichen, sind keine zusätzlichen Vorrichtungen in diesem Sinne.

Ergo... 7% USt auf das Popcorn und die Nation atmet auf, weil der Kinobesuch damit nicht teurer wird. Diejenigen, die jedoch auf einen ungestörteren Kinobesuch gehofft hatten, machen nun ein langes Gesicht. Es wird also munter weiter geschlürft und geknabbert in den Kinos. Zu 7%...


Referentenentwurf der Bundesregierung für ein Jahressteuergesetz 2010
FredK, Friday 09 April 2010 - 14:34:50 // comment: 0

Das BMF hat auf seinen Internetseiten einen Referentenentwurf der Bundesregierung für ein Jahressteuergesetz (JStG) 2010 veröffentlicht.

Hierzu führt das BMF weiter aus: Im Verlauf des Jahres 2009 hat sich in vielen Bereichen des deutschen Steuerrechts fachlich notwendiger Gesetzgebungsbedarf ergeben, der wegen des Endes der 16. Legislaturperiode in der zweiten Jahreshälfte 2009 nicht mehr umgesetzt werden konnte. Der Referentenentwurf der Bundesregierung für ein JStG 2010 greift diesen Gesetzgebungsbedarf auf und ergänzt ihn um weitere zwischenzeitlich erforderlich gewordene steuerrechtliche wie außersteuerrechtliche Maßnahmen.


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Umsatzsteuer / Lohnsteuer; Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für Beherbergungsleistungen ab dem 1. Januar 2010
FredK, Friday 05 March 2010 - 16:53:16 // comment: 0

Das BMF hat am 05.03.2010 ein Schreiben zur Umsatzsteuer / Lohnsteuer hinsichtlich der 7%igen USt auf Beherbergungsleistungen und der damit einhergehenden Frage der lohnsteuerlichen Behandlung von Frühstücksleistungen veröffentlicht. Nachfolgend der komplette Wortlaut des Schreibens:


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Steuererklärung 2009 - Computerpanne lähmt deutsche Finanzämter
FredK, Thursday 04 March 2010 - 12:42:01 // comment: 0

Tausende Bürger in allen Bundesländern müssen bei der Bearbeitung ihrer Einkommensteuererklärung für das Jahr 2009 offenbar mit einer erheblichen Verzögerung rechnen, weil eine Computerpanne die Finanzämter behindere.

Dies berichtet das Westfalen-Blatt in seiner Samstagausgabe (27.2.2010). Betroffen seien Bürger, die eine Steuererklärung mit der Anlage für Einkünfte aus Kapitalvermögen einreichen. Die Software zur Bearbeitung der Anlage funktioniere nicht, die gesamte Steuererklärung könne damit nicht bearbeitet und eine mögliche Steuererstattung nicht berechnet werden, meldet das Blatt unter Berufung auf das NRW-Finanzministerium.

Quelle: ddp


Bewirtungskosten - Betriebsausgaben trotz fehlender Rechnungsangaben
FredK, Thursday 04 March 2010 - 12:37:44 // comment: 0

FG Düsseldorf, Urteil v. 7.12.2009 - 11 K 1093/07 E
Bewirtungsaufwendungen können auch dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn lediglich Eigenbelege mit Angaben zu Ort, Tag, Teilnehmern und Anlass der Bewirtung sowie der Höhe der Aufwendungen vorliegen. Der Abzugsfähigkeit der Bewirtungsaufwendung steht nicht entgegen, dass die eingereichten Rechnungen keine Angaben zum Rechnungsadressaten enthalten, wenn die wirtschaftliche Belastung durch Kreditkartenabrechnungen nachgewiesen ist.


Aufteilung der Aufwendungen für eine gemischt veranlasste Reise
FredK, Wednesday 24 February 2010 - 14:52:45 // comment: 0

BFH, Beschl. vom 21.09.2009 - GrS 1/06

1. Aufwendungen für die Hin- und Rückreise bei gemischt beruflich (betrieblich) und privat veranlassten Reisen können grundsätzlich in abziehbare Werbungskosten oder Betriebsausgaben und nicht abziehbare Aufwendungen für die private Lebensführung nach Maßgabe der beruflich und privat veranlassten Zeitanteile der Reise aufgeteilt werden, wenn die beruflich veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

2. Das unterschiedliche Gewicht der verschiedenen Veranlassungsbeiträge kann es jedoch im Einzelfall erfordern, einen anderen Aufteilungsmaßstab heranzuziehen oder ganz von einer Aufteilung abzusehen.


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Steuervorteil für Hotels stiftet neue Verwirrung
FredK, Friday 19 February 2010 - 15:46:03 // comment: 0

Die Senkung des Umsatzsteuersatzes für Hotels wird den Finanzämtern viel Arbeit bescheren und bei Gästen für große Verwirrung sorgen. Das ergibt sich aus dem Entwurf eines Anwendungserlasses des Finanzministeriums, der viele Probleme ungelöst lässt, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtet.


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Steuermaßnahmen für Opfer der Erdbeben-Katastrophe im Januar 2010 in Haiti
FredK, Tuesday 09 February 2010 - 12:04:01 // comment: 0

Das BMF hat mit Schreiben vom 04.02.2010 - IV C 4 - S 2223/07/0015 einen Maßnahmenkatalog veröffentlich, wie den Opfern der Erdbebenkatastrophe in Haiti durch steuerliche Förderungen geholfen werden kann. Den Inhalt des Schreibens kennen wir bereits schon aus ähnlichen Naturkatastrophen in der Vergangenheit mit der Oder Flut oder der Rhein Flut vor einigen Jahren. Inhaltlich ist es somit keine Überraschung sondern eine Wiederholung der Hilfsbereitschaft der Bundesregierung wie wir sie schon aus der Vergangenheit kennen.


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